Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der kleine Trompeter

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Forschung

Forschungsschwerpunkte

  • Geschichte Spaniens im 19. und 20. Jahrhundert
  • Geschichte des Francoregimes
  • Geschichte der Wirtschaftswissenschaften, der ökonomischen Expertise und der Entwicklungspolitik im 20. Jahrhundert
  • Geschichte des europäischen Faschismus
  • Diktaturenvergleich
  • Sozial- und Kulturgeschichte des Militärs

Forschungsprojekte

  • Mitglied der Forschungsgruppe „La España global. Las identidades españolas en perspectiva transnacional (1936-2014)“ (PID2019-108299GB-C21), Universidad Complutense de Madrid, Proyecto I+D Generación de Conocimiento, Ministerio de Economía y Competitividad, Spanien
  • Mitglied der Forschungsgruppe „Modernización, desarrollo y democratización. El papel de la potencias europeas occidentales y de las organizaciones internacionales en el cambio político y social de España“ (PGC2018-097159-B-100), Universidad Complutense de Madrid, Ministerio de Ciencia, Innovación y Universidades, Spanien
  • Mitglied der Forschungsgruppe für vergleichende Rechtsgeschichte „Historia del Estado español en perspectiva comparada, 1923-1983“ (P20-01134), Universidad de Sevilla, Proyecto de Excelencia del Plan Andaluz de Investigación, Junta de Andalucía, Spanien
Cover der Dissertation

Cover der Dissertation

Legitimation über wirtschaftlichen Erfolg. Das Francoregime als technokratische Verwaltungs- und Entwicklungsdiktatur

Die Francodiktatur (1936 /39-1975) war sowohl eine der am längsten währenden als auch eine der stabilsten Diktaturen in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Anna Catharina Hofmann zeigt, dass sich diese Besonderheit aus der »Neuerfindung« des Regimes als Entwicklungsdiktatur ab den 1950er Jahren erklärt: Am französischen Modell der planification orientiert, sollte das Land in kürzester Zeit ins Industriezeitalter katapultiert werden. Mit dem - wenig bekannten - franquistischen Planungskommissar Laureano López Rodó (1920 -2000) rückt die Autorin den Architekten dieser neuen Legitimationsstrategie in den Mittelpunkt. Er prägte wesentlich den Versuch, das Regime über administrative Effizienz, wirtschaftlichen Erfolg und die Einbindung in den Westen zu stabilisieren. Paradoxerweise legte seine Politik damit zugleich die Grundlagen für die Erosion der Diktatur. Denn sie verschärfte die Machtkämpfe in der franquistischen Herrschaftselite und wurde zum Einfallstor für Regimekritik. Auf diese Weise entwickelt die Autorin eine neue Interpretation der spanischen Diktaturgeschichte.

Hedwig-Hintze-Preis 2021

Anna Catharina Hofmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Zeitgeschichte, hat den Hedwig-Hintze-Preis 2021 des Verbandes der Historikerinnen und Historiker Deutschlands (VHD) gewonnen. Damit zeichnet der Fachverband Hofmanns Dissertation „Francos Moderne. Technokratie und Diktatur in Spanien 1956-1973“ als beste geschichtswissenschaftliche Dissertation 2019/20 aus. Auf der Website des VHD heißt es „Die ökonomischen Reformen im spät-franquistischen Spanien sind natürlich schon häufiger thematisiert worden. Hofmanns elegant formulierte Dissertation setzt jedoch viele neue Akzente. Das gilt bereits für ihren methodischen Ansatz. Auf Grundlage einer breiten Archiv- und Quellenauswertung verbindet sie Politik-, Wissens- und Wirtschaftsgeschichte mit einem biographischen Zugang. Die Konzepte und Praktiken des spanischen Planungskommissars Laureano López Rodó bildet einen roten Faden, um die spanische Staats- und Gesellschaftsgeschichte vertieft auszuleuchten.“ Die Studie ist 2019 im Göttinger Wallstein-Verlag erschienen

Rezensionen zur Buchpublikation

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