Services NFDI4Memory
Im Rahmen der Task Area 2 bieten wir in NFDI4Memory folgende Services und Dienste für Forschungsdatenmanagement in den Geisteswissenschaften und für allgemeines Forschungsdatenmanagement an.
FactGrid
Logo FactGrid
FactGrid ist eine Wikibase-Instanz, die Projekten der Geschichts- und Geisteswissenschaften Datenbankleistungen von der Erfassung bis zur Analyse und langfristigen Vernetzung zur Verfügung stellt. Mit gemeinsamen Normdaten und Ontologien können Sie ihre Daten dennoch frei modellieren, anreichern und für die Analyse kategorisieren. Alle Daten werden persistent adressiert und können kollaborativ bearbeitet werden. Die Wikibase-Instanz ist eine wichtige Grundlage für den Knowledge Graphen von NFDI4Memory. Für den Beginn können Beratungen (Starterkit FactGrid) und unsere weiteren Services der Datenkuration (GND-Agentur, Occupation Curation, Wer weiß schon wo?, hivoto, Data4GOV etc.) hilfreich sein.
https://database.factgrid.de/wiki/Main_Page
Starterkit FactGrid
Logo FactGrid
Der Service Starterkit FactGrid umfasst eine erste Beratung zur Nutzung der Wikibase-Instanz FactGrid und vor allem zur Implementation von Forschungsdaten. In einem Gespräch werden Aufgaben zum Matching der Daten mit der vorhandenen Datenstruktur und die Verzahnung mit der Ontologie der Wikibase-Instanz besprochen. Entwickelt wird ein gemeinsamer Workflow der die Etablierung eines Projekts in FactGrid ermöglicht und die von Ihnen gewünschte Modellierung plant. Zudem werden effektive Prozesse der Dateneinspielung gesucht.
ta2-nfdi4memory@geschichte.uni-halle.de
Data4GOV
Logo Data4GOV
Data4GOV umfasst die systematische Erfassung der preußischen Gemeindelexika des Jahres 1885. Ziel ist die Aufwertung der historischen Ortsdaten des Geschichtlichen Ortsverzeichnisses (GOV) mit einer flächendeckenden Erfassung der Gemeindelexika für Preußen zum Stichzeitpunkt 1885. Die Erfassung zielt auf zwei Ebenen ab. Im ersten Schritt werden Städte, Landgemeinden und Gutsbezirke erfasst, im zweiten Schritt die dazugehörigen Wohnplätze mitsamt Koordinaten. Der daraus resultierende Datensatz umfasst hochwertige historische Ortsdaten für ganz Preußen vor allem die bisher noch wenig erfasssten Wohnplätze auf der untersten Ebene. Zudem soll das GOV durch diese Aufwertung stärker mit der Wissenschaft und den in der Wissenschaft genutzten Normdaten wie etwa der GND verzahnt werden.
GOV-DES-Erfassungsprojekt Gemeindelexika Preußen 1885 – GenWiki
GND-Agentur Geschichtswissenschaft, Normdaten und Datenkuration
Die Agentur übernimmt Koordinationsleistungen für die Neuansetzung und Aktualisierungen historischer Normdaten in der GND. Dies erfolgt über die Datenbank FactGrid und in Abstimmung mit der GND-Kooperative. Damit leistet die Agentur wichtige Beiträge zur Sicherung von Datenqualität und zur webbasierten Vernetzung von historischen Daten, insbesondere für Orts- und Personendaten sowie sachbegrifflichen Informationen (z.B. Berufe, Haftstätten im Nationalsozialismus). Flankiert wird dieser Service mit Diensten zur Datenkuration, Anreicherung und Analyse historischer Daten durch das Historische Datenzentrum Sachsen-Anhalt (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg).
ta2-nfdi4memory@geschichte.uni-halle.de
MyGND
Der Service unterstützt Projekte beim Matching eigener Daten mit der GND, die Zusammenstellung und Vorbereitung von Informationen zur Datenansetzung in der GND sowie eine Qualitätskontrolle vor Einreichung von Daten bei der GND. Dabei übernimmt die GND-Agentur Abstimmungsprozesse mit der GND-Kooperative und stellt mit FactGrid notwendige Datenstrukturen für diesen Prozess bereit. Erst nach einer qualitativen Überprüfung können die Neuansetzungen oder Aktualisierungen von GND-Nummern durch die GND-Agentur erfolgen. Die dafür benötigten Datenformate können aus FactGrid heraus erzeugt werden.
Hivoto. Datensatz für die Normierung und Geschlechtszuweisung anhand von historischen, deutschsprachigen Vornamen und abgekürzten Vornamen (1630-1965)
Logo Hivoto
Das historische Vornamentool hivoto umfasst etwa 202.000 verschiedene Schreibvarianten von Vornamen – einschließlich Fehlschreibungen und Abkürzungen – die jeweils mit kontrollierten Normbezeichnungen verknüpft sind. Auf Basis dieses Datensatzes können Vornamen einheitlich normiert, mit Geschlechtszuweisungen (sex category) oder Hinweisen auf Uneindeutigkeiten versehen sowie statistische Wahrscheinlichkeiten für das jeweilige Geschlecht ermittelt werden.
ta2-nfdi4memory@geschichte.uni-halle.de
Ressourcen:
Gesamtpaket auf Radar: Historisches Vornamentool - hivoto
Normdatensätze auf FactGrid: Hivoto
Occupation Curation
OhdAB-Logo
Das Historische Datenzentrum Sachsen-Anhalt bietet einen Service zur Kuration von personenbezogenen Daten mit Beschreibungen für Tätigkeiten oder Berufen an. Der Service besteht in einem automatisierten Matching von Daten mit der ‚Ontologie der historischen, deutschsprachigen Amts- und Berufsdaten‘ bzw. der Klassifikation der Berufe 2010/2020. Das Matching umfasst je nach Wahl: Prozesse der Qualitätssicherung, der Vorverarbeitung von Daten, eines 1:1-Matchings und eines unscharfen Matchings sowie der Ausgabe von Normschreibungen (weiblich, männlich, neutral), Analysedaten (Klassifikation) sowie von persistenten Identifiern zur webbasierten Verknüpfung (LOD). Das Tool umfasst ca. 46.000 Normschreibungen für Schreibvarianten und Abkürzungen.
ta2-nfdi4memory@geschichte.uni-halle.de
Ontologie der historischen, deutschsprachigen Amts- und Berufsbezeichnungen
OhdAB-Logo
Bei der Ontologie der historischen, deutschsprachigen Amts- und Berufsbezeichnungen (OhdAB) handelt es sich um ein auf Tätigkeitsprofile und Anforderungsniveaus orientiertes Klassifikationsmodell für deutschsprachige Amts- und Berufsbezeichnungen. 46.000 historische Bezeichnungen sind über API/OpenRefine/CSV und Linked Open Data abrufbar. Der Datenbestand wird fortlaufend ergänzt und ist ab März 2026 im Terminologieservice der NFDI verfügbar.
Ressourcen:
Projektseite und erweiterter Datensatz auf FactGrid: OhdAB FactGrid
Integration in den Terminologieservice der NFDI: OhdAB - TIB
Version 1.0.0, veröffentlicht am Freitag, den 13.02.2026: Katrin Moeller unter Mitarbeit von Katja Liebing, Felix Schneider, Anna-Katharina Bachmann, Natalie Kestel, Jürgen Schiller und Olaf Simons: Dokumentation zum Datensatz: ‚Ontologie der historischen, deutschsprachigen Amts- und Berufsbezeichnungen‘ (OhdAB), Version 1.0.0, Halle (Saale) 2026, DOI: 10.22000/2p3b9145524dxqvw
HistData Langzeitarchivierung auf Radar4Memory und Radar
Logo Radar4Memory
RADAR4Memory ist ein zuverlässiges Repositorium für die historisch arbeitenden Geisteswissenschaften. Es ermöglicht Forschenden, Forschungsdaten aller Art – auch umfangreiche und komplexe Datensätze – nach FAIR-Prinzipien zu veröffentlichen und zu teilen. Jeder Datensatz erhält einen DOI und umfassende Metadaten, wird zitierfähig, zugänglich und unter sicheren Bedingungen langfristig archiviert. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Daten zu dokumentieren, mit Metadaten zu beschreiben und dauerhauft zu veröffentlichen. Bis zu einer bestimmten Datenmenge ist der Service kostenfrei.
Forschungsdaten des Historischen Datenzentrums auf Radar
R:hovono
Logo R:hovono
Das Register historischer und objektbezogener Vokabulare und Normdaten (R:hovono) bietet einen vertieften Überblick über Vokabulare und Normdaten, die für die historisch arbeitende Community von Relevanz sind und die als wertvolle Ressource für die Bearbeitung und Analyse von Daten genutzt werden können.
https://vokabulare.geschichte.uni-halle.de/
TraceLager
Logo Trace Lager
Unser Service ermöglicht es im Rahmen von NFDI Institutionen, Projekten und digitalen Plattformen, ihre Daten mit unserem Verzeichnis aller Konzentrationslager und anderer Lager während der NS-Zeit zu verknüpfen. Über persistente Identifikatoren (Persistent IDs) erhalten Nutzer Zugriff auf alle relevanten Metadaten – von Standorten und Funktionsarten bis zu Quellen – und können ihre Datensätze automatisch abgleichen. So unterstützen wir eine präzise, standardisierte und nachhaltige Integration historischer Informationen, die Forschung, Archivarbeit und Bildung erleichtert. Parallel dazu ist es unser Ziel, durch die Erweiterung der Normdaten der GND einen entscheidenden Beitrag zur Historisierung und Forschung im Bereich der NS-Geschichte zu leisten.
Projektseite: Trace Lager
Wer weiß schon wo?
Logo wer weiß schon wo
Die AG Historische Ortsdaten beschäftigt sich mit der Standardisierung und besseren Nutzbarkeit historischer Ortsdaten. Sie entwickelt u. a. einen Minimaldatensatz, der festlegt, welche Kerninformationen Ortsdaten enthalten sollten, um sie vergleichbar und nachnutzbar zu machen. Ein zentraler Fokus liegt auf Datenkuration, also Empfehlungen zur Strukturierung, Dokumentation und Anbindung historischer Ortsdaten an zentrale Normdatenportale. Darauf aufbauend unterstützt die AG Matching und Interoperabilität, etwa durch die Nutzung eindeutiger Identifikatoren und den Abgleich unterschiedlicher historischer Ortsnamen im Rahmen von NFDI4Memory. Insgesamt fungiert sie als Koordinations- und Wissensplattform, die Projekte, Standards und Communities rund um historische Ortsdaten zusammenbringt.
Historische Ortsdaten – Eine Empfehlung zum Minimaldatensatz historischer Ortsdaten




