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Software & nützliche Tools

Adfontes

Früher mal Software - heute ein onlinebasiertes und verdient prämiertes Tool zur Einführung in die Archiv- und Quellenarbeit. Bei Adfontes kann das Lesen, Erschließen, Transkribieren und Datieren von Quellen des 14. bis 19. Jahrhunderts erlernt werden. Dazu ist zunächst eine Anmeldung notwendig, um dann auf die einzelnen Bausteine zurückzugreifen. Übungen können so unterbrochen und später wieder aufgenommen werden. Jede Sitzung enthält eine ausführliche Anleitung, eine automatische Fehlererkennung, bietet Tipps und Übersetzungsvorschläge. Die ausgewählten Quellen haben vor allem wirtschaftsgeschichtlichen Hintergrund.

Da man das Tool jedoch weitgehend zum Lernen benutzen wird, wäre eine Beigabe von mehr Ressourcen sehr nützlich gewesen. Leider finden sich jedoch nur sehr spärliche Verweise auf Musteralphabete und Transkriptionsrichtlinien und andere nützliche Dinge. Wer hier schnell noch einmal nachschauen möchte, ohne die Lehreinheiten aufzusuchen, wird leider enttäuscht. Die wenigen beigegebenen Ressourcen fallen häufig sehr klein aus.

Einen Ersatz bietet das Musteralphabet der Kurrentschrift des 17,-19. Jahrhunderts mit verschiedenen Schreibvarianten auf den paläographischen Seiten von Peter Doerling: http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Kanzlei1.htm   

Paläographisches

Historische Schrifttypen, Abbreviaturen und Ligaturen wollen nicht nur gelesen und entziffert werden, gelegentlich möchte man sie auch reproduzieren können. Dazu gibt es mittlerweile einen ansehnlichen Fundus an Fonts und TrueType-Schriften für Windows oder Mac im Netz.

Neben den Schriftarten die eher etwas fürs Auge bieten und zu hunderten in den einschlägigen typographischen Foren angeboten werden (darunter mehrere Kurrent- und Sütterlinschriften z. T. mit Funktionen zum Schreiben von Ligaturen), gibt es ebenfalls einige eher wissenschaftlich zu nutzende Fonts. Dazu zählt etwa Mediaevum.ttf von Joachim Hamm (Kiel), der diesen Font auf Mediaevum.de zusammen mit einer ausführlichen Beschreibung und Installationsanleitung präsentiert.

http://www.mediaevum.de/mhd.htm   

Fonts kann man - mit der richtigen Software - natürlich auch selbst zusammenbasteln. Allerdings macht die verfügbare Freeware nicht allzu lange glücklich. Wer wirklich einen soliden Schriftsatz erzeugen will, sollte sich an ein kommerzielles Produkt halten bspw. TypeTool (solides Einsteigermodell), Fontographer oder FrontLab Studio (http://www.fontlab.com/font-editor/   ).

Textverarbeitung

Hilfsmittel zum Verfassen wissenschaftlicher Texte sind ebenso zahlreich wie vielgestaltig im Netz präsent. Zunächst einmal bedarf es eines Textprogrammes. Wer sich nicht mit einem kommerziellen Programm (besonders in den neuesten Versionen) herumärgern will, ist auf jeden Fall mit dem Open.Office Writer gut bedient. Das an Word angelehnte Programm bietet alles, was eine gute Textverarbeitungssoftware bieten muss.
http://de.openoffice.org/   

Für die ersten Schritte zur Abfassung von wissenschaftlichen Texten sind Online-Tutorials nützlich, die über Form und Struktur sowie die Herangehensweise informieren. Sehr übersichtlich und mit interaktiven Übungen versehen präsentiert das Institut für Geschichte der Universität Wien unter dem Logo "Geschichte online" ein hervorragendes Tutorial:
http://www.geschichte-online.at/   
Dort können Sie sich über Grundlagen der Literaturrecherche, der Thesenbildung und Abfassung wissenschaftlicher Texte, Rezensionen und Abstracts bis hin zu Regeln des Zitierens und Erstellen von Literaturverzeichnissen belesen.
Das Institut für Geschichte der Universität Halle hat für die Abfassung von Hausarbeiten eine kleine Handreichung in Form einer Broschüre herausgegeben, die ebenfalls im Internet zum Download bereit steht. http://www.histdata.uni-halle.de/texte/schreiben.pdf

Schon für Hausarbeiten, auf jeden Fall aber für größere Projekte, lohnt sich die Einrichtung einer eigenen Datenbank mithilfe von Literaturverwaltungsprogrammen. Diese Programme haben sich in den vergangenen Jahren zu komfortablen Ideen-Management-Programmen gemausert, die nicht nur eine Übernahme von Einträgen aus den Verkaufs- und Universitätsbibliothekskatalogen, Abstract- sowie Rezensionsdiensten erlauben, sondern vielfältige Verknüpfungen mit eigenen Ideen, Bildern und Zitaten bieten. Neben kommerziellen Produkten wie das englischsprachige Endnote oder Bibliographix (deutsch), gibt es mittlerweile gute Freewareversionen. Zu nennen sind hier etwa Citatis-Free (bis 100 Einträge, dann kostenpflichtig: http://www.citavi.com   ) bzw. Literat (http://www.literat.net/   ) oder Litlink (http://www.lit-link.ch/   ). Eine kurze Rezension solcher Programme haben Patrick Sahle und Sabine Büttner im Historicum.net zusammengestellt (http://www.historicum.net/lehren-lernen/computer-im-geschichtsstudium/literaturverwaltung/   ). Über das Schreibprogramm lassen sich die Informationen zu Fußnoten, Zitaten und Literaturverzeichnisse meist problemlos einbinden.

Für den Schreibprozess selbst sind - neben den oben genannten Lexika - vor allem Nachschlagewerke und Wörterbücher nützlich, etwa bei der Suche nach treffenden Formulierungen oder Synonymen (http://wortschatz.uni-leipzig.de/   , http://synonyme.woxikon.de/   ). Für die Neue Rechtschreibung und Fremdwörter kann man zwar die Angebote bei Duden.de nutzen, um das volle Angebot zu nutzen, ist man allerdings auf die kommerziellen Produkte angewiesen, die sich in diesem Fall jedoch anbieten und gerade als digitale Fassungen ein unverzichtbares Hilfsmittel darstellen.

Dann fehlt eigentlich nur noch ein PDF-Generator, mit dessen Hilfe die Druckfassung erstellt wird. Im Open.Office Writer ist dieser bereits enthalten.

Webpublishing

Videos werden heute in YouToube, Bilder auf Flickr veröffentlicht und Homepages? Informationen zum eigenen Familienunternehmen, zu wissenschaftlichen Projekten und Vita findet man als Userprofil mitunter mehrfach im Netz, fliegt einem die Mitgliedschaft in so manchem Social Network doch oft genug fast ungewollt zu. Ein professionelles Aushängeschild mit eigenen Gestaltungs- und Zugriffsmöglichkeiten ist daher sicherlich ratsam und lässt sich dann zum posten der Informationen nutzen.

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