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Quellen

Europeana

Am 20. November 2008 eröffnete die Europeana ihre Pforten und lädt zu einer Quellenpräsentation ein, die mehr als drei Millionen Objekte aus Sammlungen von über 1.000 Museen, Archiven und Bibliotheken umfasst. In den nächsten Jahren soll die Sammlung nochmals erheblich ausgebaut werden, sowohl öffentliche wie private Angebote umfassen.

Die Europäische Union hat damit einen Gegenoffensive zur "Google-Scan-Fast-Food"-Kultur (Der SPIEGEL) gestartet, Klasse statt Masse ist das Motto. Sehr viel Wert wird daher auf eine umfassende Sacherschließung gelegt, tatsächlich ein gravierender Mangel der Google-Digitalisierungen. Das in 23 Sprachen betriebene Portal verfügt über anspruchsvolle Such- und Browsingwerkzeuge und dokumentiert ausführlich, welche Standards gesetzt werden.

Damit kommen wir dem Traum von der Verfügbarkeit des Weltwissens auf Knopfdruck einen wichtigen Schritt näher " (Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek und Vorsitzende der European Digital Library Foundation).

Der offizielle Start des Projekts verzögerte sich jedoch, weil der Server den anstürmenden Massen nicht gewachsen war.

Clio-Online: Quellen

Der Katalog zu webbasierten Quellen in der Geschichtswissenschaft umfasst mittlerweile etwa 800 Quellen mit ausführlichen Metadaten und einer in der Qualität sehr unterschiedlich ausfallenden Beschreibung des eigentlichen Inhalts. Eine redaktionell organisierte Besprechung der Portale erfolgt leider nicht. Über eine interne Suchmaschine können vorstrukturierte und freie Suchen durchgeführt werden.

Bildarchiv Foto Marburg

Das Bildarchiv der Universität Marburg konzentriert sich auf die Sammlung, Erschließung und Vermittlung von Fotografien zur europäischen Kunst und Architektur. Bisher wurden ca. 1,9 Millionen Fotografien erschloßen und dokumentiert. Ein Bildindex wird nach Personen, Orten, Themen und Sachbegriffen strukturiert angeboten. Unter Wahrung von Urheberrechten können digitale bzw. analoge Kopien käuflich erworben werden.

Sammlungen des Deutschen Historischen Museums

Das DHM sammelte in seiner 300jährigen Geschichte rund 700.000 Gegenstände und Dokumente. Einen nicht unbeträchtlichen Teil davon präsentiert das Museum auf seiner Webpräsenz, gerodnet nach einzelnen Sammelgebieten.

Schwerpunkte bilden dabei Objekte der Alltagskultur, schriftliche Dokumente wie Urkunden, Flugblätter und Zeitungen, Münzen sowie militärische Objekte. Einen bedeutenden Umfang besitzt auch das Bild-, Plakat- und Fotoarchiv. In einer Objekt- und einer Bilddatenbank können verschieden Suchfunktionen genutzt werden.

Prometheus - Verteilte digitale Bildarchiv

Prometheus bildet eine Schnittstelle, um verschiedene - in einer Liste aufgeführte - Datenbanken mit Bildmaterial zu Kunst, Kultur, Geschichte und Archäologie zu durchsuchen. Durch die Integration verschiedener Anbieter fällt die Metadatenpräsentation zu den einzelnen Bilder mitunter recht unterschiedlich aus. Die Bilder dürfen in Forschung und Lehre frei eingesetz werden, allerdings ist die Nutzung von Prometheus kostenpflichtig, um die Betreibung des Servers zu finanzieren.

Offeriert werden zudem Hilfsmittel zur Verwaltung und Präsentation eigener Bildquellen werden in Form mehrerer kleiner Programme, sowie einige Module für Illias im Rahmen von E-Teaching bzw. E-Learning. Überdies finden sich hier einige nützliche Hinweise zum richtigen Scannen und zur inhaltlichen Beschreibung von Bildquellen.

An der Universität Halle kann Prometheus nur über einen Arbeitsplatz der Universitätsbibliothek, des FB Kunst-, Orient- u. Altertumswissenschaften bzw. Theologie frei genutzt werden.

Flickr und YouToube

Kommerzielle Bilddatenbanken gibt es mittlerweile viele im Web, eine besondere Nische haben sich jedoch Flickr (seit 2005 bei Yahoo) mit Schwerpunkt auf Bilder und YouToube (seit 2006 bei Google) für Videos erschlossen. Angeboten wird eine bunte Mischung aus Organizer für Bilder und Videos mit komfortablen Upload- und Anzeigefunktionen, Blog und Social-Network.

Jeder User kann limitiert Bilder und Videos hochladen, aufbewahren (gegen Bezahlung natürlich auch mehr), verschlagworten, gruppieren und mit verschiedenen Lizenzen versehen. Entstanden ist mit Flickr eine gigantische Datenbank (Ende 2008: 3 Mrd.) von Bildern und mit YouToube für Videoseqeunzen der Zeitgeschichte, die schnelles Suchen und Finden garantiert. In die Kritik geraten beide Plattformen zunehmend, weil die Authenzität von Inhalten nicht in vollem Umfang gewährleistet werden kann bzw. verbotene Inhalte nur teilweise geschlöscht werden.

Realonline

Das Institut für Realienkunde (Krems/Donau) stellt mehrere Datenbanken    zu historischen und archäologischen Funden und Quellen zur Verfügung, darunter Realonline, eine Sammlung von Bildern und Objekten zur Alltagsgeschichte aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Ziel des Projektes ist eine gezielte Recherchemöglichkeit zu einzelnen Objekten oder Handlungen zu schaffen, die auf den Bildern wiedergegeben werden.

Bei speziellen Suchen zu Alltagsgegenständen ist die Datenbank daher sehr zu empfehlen. Komplizierte Suchthemen können auch über den Index gut erschlossen werden.

Alle Bilder werden mit Beschreibungen und Metadaten präsentiert, die allerdings häufig sehr knapp ausfallen. Kleinere Objekte werden durch die Beigabe von Bildausschnitten besser sichtbar gemacht.

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