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Fachportale Mittelalter und Frühe Neuzeit

Mediaevum

Das Portal bezeichnet sich selbst als Fachportal zur deutschen und lateinischen Literatur im Mittelalter, darf mittlerweile - vor allem durch den Wegfall der VL Geschichte - Mittelalter - wohl aber den Ruhm für sich beanspruchen, einen unverzichtbaren Einstiegspunkt zur Geschichte des Mittelalters zu repräsentieren.

Das seit 1999 von drei Mediävisten herausgegebene und zahlreichen Redakteuren betriebene Portal gliedert sich sehr übersichtlich in zehn Schwerpunkte die ihrerseits zahlreiche Rubriken führen. Viele Links wurden mit kurzen Beschreibungen versehen, die Nutzer können selbst Wertungen abgeben.

Das zweisprachige (englisch/deutsch) Angebot bietet zunächst einmal Fachinformationen in Gestalt von Adressen von Forschungseinrichtungen, Archiven, Museen, Stellenangeboten und einen Überblick über die Forschungslandschaft sowie speziellen Tipps für das Studium.

Schwerpunkt bilden jedoch vielfältige Hinweise und Recherchemöglichkeiten über Hilfsmittel und Internetressourcen vor allem im Bereich der Retrodigitalisierungen, digitalen Editionen, Hand- und Wörterbüchern sowie Lexika.

The ORB: On-line Reference Book for Medieval Studies

ORB wird seit 2002 von Kathryn Talarico herausgegeben, existiert allerdings bereits seit 1995 im Netz. Insgesamt handelt es sich um ein Fachportal, welches einerseits eigene E-Texte und Ressourcen anbietet, andererseits mehr oder weniger kommentierte Links und Recherchemöglichkeiten präsentiert. Das letzte große Update stammt von 2002, manche Links sind daher auch nicht mehr aktuell!

Den Kernbestandteil des Angebots bildet eine Enzyklopädie, die nach chronologischen und inhaltlichen Gliederungen geordnet ist. Das Angebot zu den einzelnen Themenblöcken ist sehr heterogen und unterscheidet kaum nach eigenen Ressourcen und fremden Websites. Wenigstens die Inhalte der eigenen Seiten werden von zwei Gutachtern gereviewt.

The Labyrinth: Resources for Medieval Studies

Die seit 1994 betriebene Linksammlung von Martin Irvine and Deborah Everhart (Georgetown University) bietet thematisch vorstrukturierte Links zur mittelalterlichen Geschichte und Recherchen mithilfe von Suchfeldern an.

Die Seite ist leider wenig funktional und eine Beschreibung der Links erfolgt relativ knapp gehalten. Insgesamt wirkt das Angebot bei einigen Themen kaum umfassend oder aktuell.

Mittelalterseiten der Universität Tübingen

Die sehr übersichtlich strukturierte und damit durchaus als Ersatz für die VL-Geschichte Mittelalter zu nutzende Seite der Mediäevistik Tübingen bietet eine Linkliste zur Geschichte des Mittelalters, die genau das richtige Maß besitzt.


Der Nutzer wird nicht mit Informationen zugeschüttet, sondern erhält eine kompetente Auswahl wichtiger Angebote, die mit Stichworten kurz charaktersiert werden. Werden zunächst wichtige Linksammlungen und Fachportale aufgeführt, schließen sich verschiedene Sammlungen zu inhaltllichen Fragen an.

Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte

Online-Tutorium Mittelalter

Historicum.net

Historicum.net ist ursprünglich aus dem Server Frühe Neuzeit (SFN) hervorgegangen und hat seinen Schwerpunkt - trotz einer epochalen Öffnung – in der Geschichte der Frühen Neuzeit. Mittlerweile in der Hand der Bayerischen Staatsbibliothek werden vier große Themenblöcke angeboten: Themen- bzw. Länderportale, Recherchetipps und das Portal Lehren & Lernen.

Die einzelnen Rubriken werden von zahlreichen Fachredakteuren betreut, die Angebote enthalten sehr unterschiedliche Ressourcen wie auch der Aktualitätsstand sehr verschieden ausfällt. Viele Themen bieten jedoch eigene E-Texte bzw. Lexika, Zeitleisten, Bibliografien und kommentierte Linklisten. Die Länderportale dagegen folgen eher einem einheitlichen Aufbau und werden zum Teil vom renommierten Herderinstitut Marburg betreut.

Die Themenangebote Recherche und Lehren & Lernen bieten viele Einstiege ins Netz, insbesondere zu digitalen Zeitschriften, Retrodigitalisierungsprojekten und Einführungen rund um das Thema  „Neue Medien in den Geschichtswissenschaften“.

Literatur

  • Ruth Weichselbaumer, Mittelalter virtuell. Mediävistik im Internet, Stuttgart 2005.

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