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Hilfsmittel und Lexika

Mediaevum - Wörterbücher

Die für HistorikerInnen für mittelalterliche und frühneuzeitliche Geschichte wohl interessanteste Zusammenstellung von Wörterbüchern im Netz findet sich - gewohnt übersichtlich -  bei Mediaevum. Geordnet nach Sprachfamilien finden sich dort die zentralen online verfügbaren Nachschlagewerke: Darunter Klassiker wie das Mittelniederdeutsche Wörterbuch von Schiller/Lübben oder das Deutsche Rechtswörterbuch. Einschlägig dürften auch die Lexika zu den lateinischen Ortsnamen oder das Wörterbuch Latein-Englisch sein (ein wirklich gutes Latein-Deutschwörterbuch fehlt bisher im Netz).

Historicum.net - Linkliste Lexika

Nur die wichtigsten Lexika und Nachschlagewerke finden sich mit einem kurzen Kommentar versehen im Rechercheportal des Historicum.net versammelt. Das Angebot unterscheidet zwischen modernen Lexika für verschiedene Fachrichtungen (historische Krankheitsbegriffe, numismatische Lexika, Umrechnung von Maßeinheiten etc.) sowie retrodigitalisierte Lexika (wie bspw. Zedlers Universallexikon von 1732, das Wörterbuch von den Gebrüdern Grimm oder Adelung). Ein dritter Schwerpunkt umfasst biographische Lexika.

Clio-Lexika

Etwa 400 Nachschlagewerke und Lexika mit historischem Erkenntnisbezug versammelt Clio-Online mittlerweile in einer Datenbank, die über gute Suchfunktionen erschlossen werden kann. Im Gegensatz zu Historicum.net wird hier auf eine Auswahl wichtiger Angebote bewusst verzichtet und vor allem ein komplettes Angebot angestrebt. Durch die Konzentration von Clio-Online auf die neuere Geschichte fehlen allerdings wichtige Lexika für Hilfsmittel zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Geschichte. Ein Blick in Mediaevum hilft hier sicherlich weiter.

Grotefend

Wenn auch nicht optisch, so doch in der Gebrauchsfähigkeit ist die Onlineausgabe des Grotefend zur Zeit- und Kalendertagsberechnung seit dem Mittelalter nach wie vor mehr als erbaulich. Gerade für die Datierung von Heiligen- und Feiertagen - die in der Buchausgabe so umständlich ausfallen - ist der technische Fortschritt mittels Recherche per Knopfdruck mehr als augenfällig.

Leo - Wörterbücher für moderne Sprachen

Aus dem Netz gar nicht mehr wegzudenken sind die vielen Angebote zur Übersetzung von modernen Sprachen. Ob nun Wörterbücher, Vokabeltrainer, Foren zu verschiedenen sprachlichen Problemen oder gar automatisierte Übersetzungshilfen - das Angebot ist vielfältig und schwankt in der Qualität ganz erheblich. Einer der Marktführer, gerade für die Übersetzung vom oder ins Englische(n), ist Leo. Das gut strukturierte Angebot präsentiert zahlreiche Serviceangebote und bietet eines der umfangreichsten Wörterbücher im Netz und kann durchaus mit den kostenpflichtigen digitalen Nachschlagewerken konkurrieren.

Karten und Geo-Informationssysteme

Das Institut für europäische Geschichte in Mainz hat sich seit Jahren um die Erstellung und Darreichung historischer Karten verdient gemacht. Über dem Kartenserver "IEG Maps" können die Karten mit dem Schwerpunkt Deutschland im 18.-20. Jahrhundert mit verschiedenen Themenspektren eingesehen und in verschiedenen Formaten (Gif, PDF, Postskript) heruntergeladen werden. Interaktiv verarbeitet finden sich diese im Historischen Informationssystem (HGIS) Germany   .

Insgesamt um die Weiterentwicklung und Präsentation von Historischen Informationssystemen verdient gemacht, hat sich das Team des Arbeitsbereichs Multimedia und Datenverarbeitung der Universität Rostock. Dort kann man mehrere HGIS und interaktive Atlanten einsehen.
http://www.phf.uni-rostock.de/imd/forschung/archiv/index.html   

Hilfsmittel zum Verfassen von Texten

Hilfsmittel zum Verfassen wissenschaftlicher Texte sind ebenso zahlreich wie vielgestaltig im Netz präsent. Zunächst einmal bedarf es eines Textprogrammes. Wer sich nicht mit einem kommerziellen Programm (besonders in den neuesten Versionen) herumärgern will, ist auf jeden Fall mit dem Open.Office Writer gut bedient. Das an Word angelehnte Programm bietet alles, was eine gute Textverarbeitungssoftware bieten muss.
http://de.openoffice.org/   

Für die ersten Schritte zur Abfassung von wissenschaftlichen Texten sind Online-Tutorials nützlich, die über Form und Struktur sowie die Herangehensweise informieren. Sehr übersichtlich und mit interaktiven Übungen versehen präsentiert das Institut für Geschichte der Universität Wien unter dem Logo "Geschichte online" ein hervorragendes Tutorial:
http://www.geschichte-online.at/   
Dort können Sie sich über Grundlagen der Literaturrecherche, der Thesenbildung und Abfassung wissenschaftlicher Texte, Rezensionen und Abstracts bis hin zu Regeln des Zitierens und Erstellen von Literaturverzeichnissen belesen.
Das Institut für Geschichte der Universität Halle hat für die Abfassung von Hausarbeiten eine kleine Handreichung in Form einer Broschüre herausgegeben, die ebenfalls im Internet zum Download bereit steht. http://www.histdata.uni-halle.de/texte/schreiben.pdf

Schon für Hausarbeiten, auf jeden Fall aber für größere Projekte, lohnt sich die Einrichtung einer eigenen Datenbank mithilfe von Literaturverwaltungsprogrammen. Diese Programme haben sich in den vergangenen Jahren zu komfortablen Ideen-Management-Programmen gemausert, die nicht nur eine Übernahme von Einträgen aus den Verkaufs- und Universitätsbibliothekskatalogen, Abstract- sowie Rezensionsdiensten erlauben, sondern vielfältige Verknüpfungen mit eigenen Ideen, Bildern und Zitaten bieten. Neben kommerziellen Produkten wie das englischsprachige Endnote oder Bibliographix (deutsch), gibt es mittlerweile gute Freewareversionen. Zu nennen sind hier etwa Citatis-Free (bis 100 Einträge, dann kostenpflichtig: http://www.citavi.com   ) bzw. Literat (http://www.literat.net/   ) oder Litlink (http://www.lit-link.ch/   ). Eine kurze Rezension solcher Programme haben Patrick Sahle und Sabine Büttner im Historicum.net zusammengestellt (http://www.historicum.net/lehren-lernen/computer-im-geschichtsstudium/literaturverwaltung/   ). Über das Schreibprogramm lassen sich die Informationen zu Fußnoten, Zitaten und Literaturverzeichnisse meist problemlos einbinden.

Für den Schreibprozess selbst sind - neben den oben genannten Lexika - vor allem Nachschlagewerke und Wörterbücher nützlich, etwa bei der Suche nach treffenden Formulierungen oder Synonymen (http://wortschatz.uni-leipzig.de/   , http://synonyme.woxikon.de/   ). Für die Neue Rechtschreibung und Fremdwörter kann man zwar die Angebote bei Duden.de nutzen, um das volle Angebot zu nutzen, ist man allerdings auf die kommerziellen Produkte angewiesen, die sich in diesem Fall jedoch anbieten und gerade als digitale Fassungen ein unverzichtbares Hilfsmittel darstellen.

Dann fehlt eigentlich nur noch ein PDF-Generator, mit dessen Hilfe die Druckfassung erstellt wird. Im Open.Office Writer ist dieser bereits enthalten.

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