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Arbeitskreis für Norddeutsche Hexen- und Kriminalitätsforschung

Die Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit finden nicht erst seit der jüngsten Vergangenheit das aufmerksame Interesse einer breiten Öffentlichkeit. Immer wieder sieht sich die wissenschaftliche Forschungslandschaft jedoch mit einer romantisierenden oder gar verfälschenden Rezeption des vielschichtigen Phänomens konfrontiert. Der im April des Jahres 2001 von Burghart Schmidt am Historischen Seminar der Universität Hamburg gegründete und seitdem in enger Kooperation mit Katrin Moeller (Institut für Geschichte, Universität Halle) und Rolf Schulte (Universität Kiel) aufgebaute Arbeitskreis für Norddeutsche Hexenforschung, möchte daher nicht nur eine (regionale) Lücke in der Forschungslandschaft schließen, sondern auch zur wissenschaftlich geleiteten Aufarbeitung der Hexenverfolgungen in Norddeutschland anregen.

Ziel des Arbeitskreises ist es daher, eine Plattform für den Austausch von Forschungsergebnissen, die Vernetzung von Forschungsprojekten und zur Ermöglichung von persönlichen Kontakten zu schaffen. Den Schwerpunkt des Arbeitskreises bilden die norddeutschen Hexenverfolgungen des 15. bis 18. Jahrhunderts in ihren vielfältigen Ausprägungen. Von Interesse sind gleichzeitig interdisziplinäre Aspekte des Magie- und Hexenglaubens, ihrer Funktionen und Rezeptionsgeschichte sowie im weitesten Sinne weitergehende Fragen der historischen Kriminalitätsforschung im nördlichen Deutschland.

Zur Teilnahme herzlich eingeladen sind alle am Thema Interessierten. Da sich die moderne Hexenforschung zu einem intensiven interdisziplinären Forschungszweig entwickelt hat, sind ausdrücklich nicht nur Historikerinnen und Historiker der universitären und außeruniversitären Einrichtungen angesprochen. Die Arbeitsgemeinschaft sucht gleichzeitig den Austausch mit der internationalen Hexenforschung, die sich in Deutschland seit 1985 im Arbeitskreis für Interdisziplinäre Hexenforschung (AKIH)    organisiert hat.

In regelmäßigen Abständen lädt der Arbeitskreis für Norddeutsche Hexenforschung zu Arbeitstreffen ein, in denen neuere Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert werden. Um über die Termine dieser Arbeitstreffen informiert bzw. Mitglied unseres Arbeitskreises zu werden, können Sie sich bei oder anmelden.

Darüber hinaus veranstaltet der Arbeitskreis in loser Folge größere Tagungen oder Workshops, die unter interdisziplinären Gesichtspunkten wichtige aktuelle Fragestellungen der Hexenforschung aufgreifen. Die Ergebnisse der Tagungen werden anschließend publiziert.

In unserer Webpräsenz möchten wir uns zukünftig bemühen, auf wichtige Neuerscheinungen, Forschungsprojekte und Informationsangebote zur Norddeutschen Hexenverfolgung zu verweisen. Das Angebot des Arbeitskreises wird dazu schrittweise erweitert.

Übergreifende Informationen zur Hexenverfolgung finden Sie überdies im Fachportal Hexenforschung    des historicum.net mit dem der Arbeitskreis für Norddeutsche Hexenforschung eng kooperiert.

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