Lehrveranstaltungen
Dr. Jürgen Heyde
Dr. Jürgen Heyde
- Sommersemester 2009
- Wintersemester 2008/09
- PS (BA-S-VV) Der Akt von Gnesen. Symbolische Kommunikation im frühen Mittelalter
- Ü (BA-S-VV) Ostmitteleuropa als Migrationsraum
- Sommersemester 2008
- Ps: Ostmitteleuropa im Mittelalter
- Ü: Ansätze und Gegenstände der neueren Wissenschaftsgeschichte
- Wintersemester 2007/08
- Ps: Polen und Preußen. Mit einer Einführung in beziehungsgeschichtliches Arbeiten
- Ü: Juden in Brandenburg-Preußen in der Frühen Neuzeit
Sommersemester 2009
| Russland in der Frühen Neuzeit. Eine Einführung |
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| Typ alt: Proseminar (OG) Typ neu: Kurs Einführungsmodul Vormoderne Zeit: Do. 14.00-16. Uhr Ort: IfG, SR 224 |
| Die Geschichte des frühneuzeitlichen Russland lässt sich begreifen als eine Geschichte der Europäisierung – im Sinne einer doppelten Entdeckung. Im 16. Jahrhundert begann man im westlichen Europa den Aufstieg des Zartums Moskau wahrzunehmen und Kontakte dorthin zu knüpfen, im 18. Jahrhundert war es zu einem selbstverständlichen Akteur im europäischen „Konzert der Mächte“ geworden. In Russland selbst schwankte die Wahrnehmung Europas zwischen bewusster Abgrenzung unter Betonung eigenständiger Entwicklungsmodelle und forcierter Verwestlichung, mit deren Hilfe Traditionsbrüche legitimiert und durchgesetzt werden sollten. Das Proseminar thematisiert Grundzüge der russischen Geschichte in der Frühen Neuzeit und erschließt Zugänge zum selbstständigen Erarbeiten regionalgeschichtlicher Fragestellungen („area studies“). |
| Einführende Literatur: Erich Donnert: Das russische Zarenreich. Aufstieg und Unter-gang einer Weltmacht, München/Leipzig 1992; Christoph Schmidt: Russische Ge-schichte 1547-1917, München 2003 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte; 33); The Cambrigde History of Russia. Vol. 1: From Early Rus’ to 1689, ed. by Maureen Per-rie, Cambrigde 2006/Vol. 2: Imperial Russia. 1689-1917, ed. by Dominic Lieven, Cambridge 2006. |
| Das Russische Reich und die Juden im „langen“ 19. Jahrhundert |
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| Typ alt: Übung (OG) Typ neu: Übung Einführungsmodul Moderne Zeit: Mi. 16.00-18.00 Uhr Ort: IfG, SR 224 |
| Durch die Annexionen im Zuge der Teilungen Polens erwarb Russland am Ende des 18. Jahrhunderts erstmals Gebiete mit einer zahlenmäßig bedeutenden jüdischen Bevölkerung. Die Übung verfolgt die Etappen der russischen Judenpolitik im 19. Jahrhundert und beleuchtet die Bedingungen, unter denen sich die Juden in Russland als „imperiale Judenheit“ in einem immer stärker von Nationalismus und Antisemitismus geprägten Umfeld entwickelten. |
| Einführende Literatur: Israel Bartal: The Jews of Eastern Europe, 1772-1881, Philadelphia 2005; Heiko Haumann: Geschichte der Ostjuden, München 1990 [mit weiteren Auflagen]; Luftmenschen und rebellische Töchter. Zum Wandel ostjüdischer Lebenswelten im 19. Jahrhundert, hrsg. von Heiko Haumann, Köln/Weimar/Wien 2003. |
Wintersemester 2008/09
PS (BA-S-VV) Der Akt von Gnesen. Symbolische Kommunikation im frühen Mittelalter
| Dr. Jürgen Heyde | Donnerstag 14:00 - 16:00 | SR 206 |
| PS (BA-S-VV) |
Das Treffen zwischen Otto III. und Herzog Bolesław Chrobry von Polen in Gnesen im Jahre 1000 gilt als Symbol für die Einbeziehung des „neuen Europa“ in die universale Gemeinschaft der abendländischen Christenheit und als Schlüsselereignis für die deutsch-polnischen Beziehungen an der Wende zum zweiten Jahrtausend. Ausgehend von den schriftlichen Quellen zu diesem Ereignis soll mit Hilfe theoretischer Texte der Stellenwert von Symbolen in der frühmittelalterlichen Kommunikation untersucht werden.
Lit.: Johannes Fried: Otto III. und Boleslaw Chrobry. Das Widmungsbild des Aachener Evangeliars, der „Akt von Gnesen“ und das frühe polnische und ungarische Königtum. Eine Bildanalyse und ihre historischen Folgen, Stuttgart 1989; Gerd Althoff: Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003; Formen und Funktionen öffentlicher Kommunikation im Mittelalter, hrsg. von Gerd Althoff (VuF 51), Stuttgart 2001
Ü (BA-S-VV) Ostmitteleuropa als Migrationsraum
| Dr. Jürgen Heyde | Mittwoch 16:00 - 18:00 | SR 222 |
| Ü (BA-S-VV) |
Ostmitteleuropa stellte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit häufig das Ziel von Wanderungsbewegungen dar. Menschen suchten dort bessere Lebensbedingungen oder auch Schutz vor Verfolgungen. So vielfältig wie die Gründe für die Wanderung nach Ostmitteleuropa waren die Beweggründe der dortigen Herrscher und ihrer Gesellschaften, die neu Ankommenden aufzunehmen und ihnen einen dauerhaften Aufenthaltsort zu gewähren.
In der Übung werden wir versuchen, theoretische Ansätze aus der Migrationsforschung auf vormoderne Verhältnisse anzuwenden und sie anhand ausgewählter Fallbeispiele zu diskutieren.
Lit.: Enzyklopädie Migration in Europa, hrsg. von Klaus J. Bade, Paderborn/München 2007; Wanderungen und Kulturaustausch im östlichen Mitteleuropa. Forschungen zum ausgehenden Mittelalter und zur jüngeren Neuzeit, hrsg. von Hans-Werner Rautenberg, München 2006
Sommersemester 2008
Ps: Ostmitteleuropa im Mittelalter
| Dr. Heyde | Mittwoch 8:00 - 10:00 | SR 225 |
| PS (BA-EV) | Osteuropäische Geschichte, Frühe Neuzeit |
Ü: Ansätze und Gegenstände der neueren Wissenschaftsgeschichte
| Dr. Katrin Steffen Dr. Jürgen Heyde | Donnerstag 16:00 - 18:00 | SR 224 |
| Übung, Ü (BA-VM-S) | Osteuropäische Geschichte, Frühe Neuzeit |
Wissenschaftliche Revolutionen" im 16. und 17. Jahrhundert; Aufklärung, Darwinismus, Romantik und Naturforschung); Die Verwissenschaftlichung des Menschen im 19. Jh., das Verhältnis von Wissenschaft, Technik und Kultur im 19. und 20. Jh., Institutionen/ Wissenschaft als Beruf/Vergesellschaftung von Wissen, Wissenschaft und Politik als wechselseitige Ressourcen, Gender als Kategorie der Wissenschaftsforschung, Rasse als Kategorie der Wissenschaftsforschung, Objektivität/ Bedingtheiten wissenschaftlichen Wissens, die Konstruiertheit wissenschaftlicher Tatsachen (Fleck), Wissenschaft in der Praxis/ im Labor und das Experimentieren, evtl. auch Bilder/ Fotographie als Wissenschaft; Wissenschaftspopularisierung/ Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Wintersemester 2007/08
Ps: Polen und Preußen. Mit einer Einführung in beziehungsgeschichtliches Arbeiten
| Dr. Heyde | Donnerstag 14:00 - 16:00 Uhr | SR 225 |
| Proseminar, PS (BA-T) | Osteuropäische Geschichte, Frühe Neuzeit |
Die Geschichten Preußens und Polens sind über die Jahrhunderte auf das Engste miteinander verwoben gewesen: Von der Berufung des Deutschen Ordens ins Pruzzenland durch Herzog Konrad von Masowien 1230 über die Krakauer Huldigung von 1525, durch die der säkularisierte Ordensstaat zu einem Lehen der Krone Polen wurde, bis zu den Teilungen Polens am Ende des 18. Jahrhunderts, an denen Preußen als treibende Kraft entscheidenden Anteil hatte, und dem Ende Preußens 1945, das den Alliierten als Voraussetzung für eine stabile Nachkriegsordnung galt.
Anhand ausgewählter Beispiele soll anhand dieses Themas das Konzept der Beziehungsgeschichte verdeutlicht werden, welches besser als national- und diplomatiegeschichtliche Ansätze die enge Verflechtung von innen- und außenpolitischen Faktoren der gemeinsamen Geschichte beider Länder deutlich werden lässt.
Einführende Literatur:
Klaus Zernack: Das Jahrtausend deutsch-polnischer Beziehungsgeschichte als geschichtswissenschaftliches Problemfeld und Forschungsaufgabe, in: Grundfragen der geschichtlichen Beziehungen zwischen Deutschen, Polaben und Polen, Berlin 1976, S. 3-46.
Ü: Juden in Brandenburg-Preußen in der Frühen Neuzeit
| Dr. Heyde | Mittwoch 16:15 - 17:45 Uhr | SR 222 |
| Übung, Ü (BA-VV) | Osteuropäische Geschichte, Frühe Neuzeit |
Die Übung wird anhand von ausgewählten Texten und Quellen die Geschichte der jüdischen Bevölkerung im frühneuzeitlichen Brandenburg-Preußen von der Vertreibung der Juden aus Brandenburg im 16. Jh., über die Neuansiedlung im 17. Jh. bis hin zu den völlig neuen Herausforderungen durch die große jüdische Bevölkerung, die im Zuge der Teilungen Polens am Ende des 18. Jahrhunderts unter preußische Herrschaft kam, nachzeichnen.
