Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Lehre Dr. Renko Geffarth

Lehrveranstaltung Wintersemester 2009/10

Dämonische Debatten. Kontroversen um den Hexen- und Teufelsglauben im 18. Jahrhundert
(zusammen mit Markus Meumann)
Typ: PS (BA-VV-S)
Zeit: Mo. 13:00-16:00 (zweiwöchentlich)
Raum: IZEA, Christian-Wolff-Zimmer
Übung im Rahmen des Vertiefungsmoduls Vormoderne „Dämonenglauben und Hexenprozesse in der Frühen Neuzeit“ im WS 2009/10 (zusammen mit der Übung von Frau Dr. Moeller (IZEA), die beiden Lehrveranstaltungen sollten vorzugsweise gemeinsam besucht werden und wechseln sich im 14tägigen Rhythmus ab.)

Als einer der wichtigsten Kritiker der Hexenverfolgung gilt der hallesche Rechtsprofessor Christian Thomasius (1655-1728), der um 1700 dem Hexenglauben aus dem Geist der Aufklärung heraus endgültig die Grundlage entzogen und damit zum Ende der Hexenverfolgung wesentlich beigetragen habe. Tatsächlich aber wurde die Frage, ob der Teufel imstande sei, aktiven Einfluss auf die Menschen zu nehmen und damit deren Handeln zu bestimmen, das ganze 18. Jahrhundert hindurch äußerst kontrovers diskutiert. Anhand ausgewählter Texte und „Knotenpunkte“ wie dem sog. „Teufelsstreit“ der 1770er Jahre sollen die inhaltlichen und diskursiven Positionierungen in den Debatten nachvollzogen und hinsichtlich ihrer kommunikativen Bedingtheit analysiert werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Halle als Zentrum religionspolitischer Auseinandersetzungen im 18. Jahrhundert, ein zweiter auf der Rezeption englischer (Anti-)Dämonologien in der deutschen Aufklärung.
Literatur wird in der Einführungsveranstaltung bekannt gegeben.

Wintersemester 2007/08

Schwarze Künste, weißes Gold. Magier und Alchemisten in der Frühen Neuzeit
Typ: Ü (BA-VV)
Zeit: Do. 12:00 - 14:00
Raum: IZEA, Christian-Thomasius-Zimmer
Folgt man gängigen historischen Darstellungen, so wandelte sich das Bild des Magiers und Alchemisten im Laufe der Frühen Neuzeit vom angesehenen Gelehrten, der über geheime Kenntnisse und Fertigkeiten verfügte, zu dem eines Abenteurers und Betrügers, der es vor allem auf das Geld seiner – oft mächtigen – Opfer abgesehen hatte. Dies wird zumeist verbunden mit der Vorstellung, die seit dem 17. Jahrhundert entstehenden Wissenschaften und die Aberglaubenskritik der Aufklärung hätten Magie und Alchemie verdrängt. Anhand von bekannten und weniger bekannten Figuren wie Paracelsus und Heinrich Khunrath, Cagliostro und James Graham, die in ihrer Zeit auf je unterschiedliche Weise erfolgreich als Magier und/oder Alchemisten agierten, soll diese Perspektive kritisch überprüft werden.
Literatur wird in der Einführungsveranstaltung bekannt gegeben.

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