Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2009/10

Politische Romantik
Typ: Ü (BA-VM-S)
Zeit: Dienstag 16:00 - 18:00
Ort: SR 224
Die Politische Romantik in Deutschland ist ein nur schwer zu fassendes Gebilde: Begeisterung für die Französische Revolution steht hier neben gegenrevolutionären Hoffnungen, Republikanismus und Individualismus neben reaktionär-ständischem Denken, Poesie neben konkreter Politik - und über allem schwebt der berühmt-berüchtigte Vorwurf Carl Schmitts, es handle sich hier überhaupt nur um "subjektivierten Occasionalismus", sprich: um ein substanz- und bindungsloses ästhetisches Spiel.
Wie man trotz der tatsächlichen Gegensätze dennoch von der Politischen Romantik als einheitlicher Bewegung sprechen kann, was ihre gemeinsamen politischen und philosophischen Überzeugungen waren und ob das (selbst in seiner Bedingtheit zu untersuchende) Urteil Schmitts zutrifft, soll in der Übung erörtert werden.
Im ersten Teil der Übung sollen dazu einige der grundlegenden Ideen der Romantiker zu Staat und Geschichte (u. a. bei Schlegel, Novalis, Görres, Müller, Baader) erarbeitet und im Zusammenhang mit dem konkreten politischen Wirken der Autoren beurteilt werden. Im zweiten Teil kommt dann die Kritik an der Politischen Romantik im 19. wie im 20. Jahrhundert zu Wort (u. a. bei Heine, Marx/Engels, Schmitt), anhand derer zugleich die anhaltende Faszination und Rezeption romantischer Ideen verfolgt werden kann.
Einführende Literatur:
Berlin, Isaiah: Die Wurzeln der Romantik, Berlin 2004; Mannheim, Karl: Konservativismus. Ein Beitrag zur Soziologie des Wissens, hg. von D. Kettler, V. Meja u. N. Stehr, Frankfurt 1984; Peter, Klaus: Einleitung, in: ders.: Die politische Romantik in Deutschland. Eine Textsammlung, Stuttgart 1985, S. 9-73.

Wintersemester 2008/09

Hermeneutik
Typ: PS (BA-T)
Zeit: Dienstag 14:00 - 16:00
Ort: SR 222
Hermeneutik bezeichnet die Lehre vom Verstehen. Sie fragt also in erster Linie nach Möglichkeiten und Grenzen des (Sinn-)Verstehens von Rede und Text und sucht dazu nach methodisch geregelten Verfahren der Interpretation. Über diese Funktion einer reinen "Kunstlehre" hinaus ist die Hermeneutik im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts aber wesentlich erweitert worden hin zu einer allgemeinen Theorie des Verstehens, die nicht nur auch nach menschlichen Handlungen und Artefakten fragt, sondern die das Verstehen als "ursprüngliche Vollzugsform des Daseins" (Heidegger) begreift und zuletzt den Verstehenden selbst einreiht in einen Wirkungszusammenhang seines Gegenstandes (Gadamer).
Im Seminar soll es zunächst darum gehen, wesentliche Fragen und wichtige Stationen dieser Entwicklung kennenzulernen (Ast, Schleiermacher, Dilthey, Heidegger, Gademer u. a.). In einem zweiten Teil wird dann die Hermeneutik-Kritik zu Wort kommen sowie schließlich nach dem Verhältnis von Hermeneutik und Geschichtswissenschaft bzw. Historik gefragt.
Vorausgesetzt werden für dieses Seminar lediglich die Bereitschaft zu intensivem Textstudium sowie die Offenheit für philosophische Fragestellungen.
Einführende Literatur:
Apel, Karl-Otto (Hg.): Hermeneutik und Ideologiekritik, Frankfurt/M. 1971; Gadamer, Hans-Georg/Boehm, Gottfried (Hg.): Seminar philosophische Hermeneutik, Frankfurt/M. 1976; Grondin, Jean: Einführung in die philosophische Hermeneutik, 2. überarb. Aufl., Darmstadt 2001.

Sommersemester 2008

Nation und Nationalismus in Deutschland (1789-1918)
Typ: Proseminar,  PS (BA-T)  
Zeit: Dienstag 10:00 - 12:00
Ort: SR 222
Proseminar in der Kategorie Offizielle Lehrveranstaltungen.
Literatur wird in der Veranstaltung bekannt gegeben.

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